27. Februar 2009
Massnahmen zur Wirtschaftslage
Die Februarsession des Kantonsrates war geprägt von der gegenwärtigen Wirtschaftslage. Eine Unzahl von parlamentarischen Vorstössen zum Thema wurde eingereicht die allerdings zum grossen Teil wirkungslos wären und vor allem eine Aufblähung des Staatshaushalts zur Folge hätten. Die Finanzkrise darf nicht dazu führen, dass die Schuldenlast zunimmt, denn gerade die Masslosigkeit der allgemeinen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten hat zur heutigen Krise geführt.
Der vom Kantonsrat beschlossene III. Nachtrag zur Kantonsverfassung wurde von der SVP unterstützt, denn die Veröffentlichung der Beschlüsse der Einbürgerungsräte und die Möglichkeit zu Einsprachen gegen Einbürgerungsbeschlüsse sind ein Schritt hin zu einer verbesserten Transparenz für die Bürgerschaft.
Der Kantonsrat unterstützte die Motion der SVP, eine kantonale Ombudsstelle zu schaffen. Die Gesetze und Vorschriften werden immer komplexer und die staatlichen Stellen haben zunehmend Mühe,den Bürgerinnen und Bürgern ihre Rechte und Pflichten auf eine verständliche Weise zu übermitteln. Die Folge sind Frustrationen und Verdrossenheit die sich oft sehr direkt gegen Behördenmitglieder richten, sogar in Form von Beschimpfungen und Drohungen. Die Ombudsstelle als kantonale Vermittlerinstanz soll einen Beitrag leisten zur besseren Verständigung von Bürgern und Verwaltung. Nach der Gutheissung der Motion muss nun die Regierung dem Kantonsrat eine Gesetzesvorlage für die Schaffung dieser Instanz unterbreiten mit der Vorgabe, diese kostenneutral zu halten.
Der Fraktionspräsident der SVP, Markus Straub, wurde mit einem Glanzresultat als neuer Präsident der Finanzkommission gewählt. Er tritt die Nachfolge des langjährigen SVP-Kantonsrats und ehemaligen Kantonsratspräsidenten Bruno Gutmann an, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kantonsrat zurückgetreten ist.